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Foto: Meister Kneifel bei der Aufstellung der GWP

 

 

Am 23.03.2006 startete in einem Einfamilienhaus
in der Köpenicker Wendenschloßstr. die Felder-probung mit der ersten von insgesamt sieben
Loganova Gaswärmepumpen (GWP) im Raum
Berlin. Die Gas betriebene Wärmepumpe der BBT
Thermotechnik GmbH ist ein interessantestes Entwicklungsprojekt für umweltfreundliche Heiztechnik. In einem zweijährigen, bundesweiten Feldtest werden mit insgesamt 30 Wärmepumpen weitere Erfahrungen im Praxisbetrieb gesammelt.

 

Die Gaswärmepumpe liefert in Verbindung mit
der genutzten Umweltwärme über Erdspieße
eine Heizleistung von 3,6 kW. Sie ist 200 cm
hoch, 60 cm breit und 60 cm tief. Unter der Ver-kleidung der Loganova GWP steckt ein zusätz-liches Brennwertgerät als Spitzenlastkessel. Während das Wärmepumpenaggregat den überwiegenden Teil der Wohnraumbeheizung übernimmt, kommt der Brennwertkessel bei
der Trinkwassererwärmung und ggf. bei der Ergänzung der Heizleistung zum Einsatz.

 

Die Loganova GWP ist eine Gas betriebene Wärmepumpe mit einem Ammoniak-Wasser-Gemisch als Arbeitsmedium, sowie Helium als Trägergas. Sie entzieht ihrer natürlichen Um-gebung Wärmeenergie und benötigt dafür keine beweglichen Teile wie Kompressoren. Der
gesamte Wärmepumpen-Prozess basiert auf Dichte- bzw. Konzentrationsunterschieden und
auf thermodynamischen Vorgängen, die sich
durch Zufuhr von Wärme einstellen. Die dabei gewonnene Umweltwärme und die für den
Prozess notwendige Antriebsenergie aus Erd-
gas stellt die Gas betriebene Wärmepumpe
dem Heizsystem zur Verfügung. Ihr größtes
Plus: Nach derzeitigem Kenntnisstand liegt die erreichbare Energieeinsparung selbst im Ver-
gleich zu einem modernen Brennwertgerät
noch um rund 25 Prozent höher.

 

Die Ergebnisse der Feldtests mit unseren
Partnern BBT Thermotechnik GmbH und E.ON-Ruhrgas sollen dazu dienen, die Marktchancen
der gasbetriebenen Wärmepumpen auszuloten. Über weitere Ergebnisse werden wir berichten.

 

Quelle: Barbara Achilles,
GASAG-Marketing

 

 

Wärmepumpen

Wir planen und errichten effiziente Wärmepumpensysteme, die den jeweiligen Anforderungen angepasst
werden. Mit einer Wärmepumpenheizungsanlage entscheiden Sie sich für äußerst niedrige Heizenergie- und
Betriebskosten sowie für einen sehr geringen Schadstoffausstoß. Eine Wärmepumpe nutzt Wärmeenergie
aus der Umwelt, die im Erdreich, im Grundwasser oder in der Umgebungsluft gespeichert ist. Dabei wird das
niedrige Temperaturniveau der Umwelt mit Hilfe zusätzlicher mechanischer Antriebsenergie so angehoben,
dass es für die Beheizung eines Gebäudes nutzbar wird. Bis zu 75 Prozent der benötigten Energie beziehen
Wärmepumpen aus der Umwelt. Nur ca. 25 Prozent müssen dem System in Form von Strom zugeführt
werden. Unterschieden werden vor allem Erdwärme- und Luftwärmepumpen.

 

Prinzipdarstellung einer Wärmepumpe.
Zum Vergrößern der Darstellung klicken
Sie auf das Bild.

 

Die wichtigsten Voraussetzungen zur Anerkennung einer elektrisch angetriebenen
Wärmepumpe nach EEWärmeG:

bei alleinigem Heizbetrieb beträgt die Mindestjahresarbeitszahl  bei Luft 3,5 und bei Sole/ Wasser-
   wärmepumpen 4,0
die Wärmepumpen müssen über einen Wärmemengen- und Stromzähler verfügen, deren Messwerte
   die Berechnung der Jahresarbeitszahl ermöglichen

Erdwärme

In der Regel dient das Erdreich bei Sole/Wasser-Wärmepumpen als Wärmequelle. Für die Gewinnung von
Erdwärme haben sich neben Erdkollektoren vor allem Erdsonden als eine ausgereifte und zuverlässige Lösung bewährt. Im tiefen Untergrund ist ganzjährig ein nahezu gleich bleibendes Energiepotenzial verfügbar, was bei
monovalenten Erdwärmepumpen zu hohen Jahresarbeitzahlen führt. Eine Erdwärmepumpe arbeitet vor allem
auch in der kalten Jahreszeit effektiv.

 

Prinzipdarstellung einer SoleWasser-Wärmepumpe. Zum Vergrößern der Darstellung klicken Sie auf das Bild.

 

Vorteile
keine fossilen Brennstoffe für die Wärmeerzeugung
kann auch zum Kühlen genutzt werden
kein direkter CO2- Ausstoß
niedrige Betriebskosten
hohe Energieeffizienz

Nachteile
hoher Erstinstallationsaufwand
abhängig von geologischen Gegebenheiten
Wärmepumpe wird mit Strom betrieben

Konnten wir Ihr Interesse wecken oder wünschen Sie nähere Informationen
zu diesem Thema, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Luftwärme

In der Regel dient die Außenluft bei Luft/Wasser-Wärmepumpen als Wärmequelle. Die geringen, gut
kalkulierbaren Erschließungskosten sind ein großer Vorteil der Wärmequelle Luft. Luftwärmepumpen werden
wegen der starken Abhängigkeit der Außenlufttemperatur jedoch meist bivalent ausgelegt. Das heißt, bei
sehr niedrigen Außentemperaturen schaltet sich eine Zusatzheizung mit zu, was zu niedrigeren Arbeitszahlen
führt. Ein sinnvolles Einsatzbeispiel bei der Heizungsumrüstung im Bestand wäre die Kombination einer Luft-Wärmepumpe für die Grundlast mit einem zweiten Wärmeerzeuger für die Spitzenlast (bei sehr kalten
Außentemperaturen).

 

Prinzipdarstellung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe. Zum Vergrößern der Darstellung klicken Sie auf das Bild.

 

Vorteile
keine Bohrung nötig
auch zur Nachrüstung/ Sanierung geeignet
kein direkter CO2- Ausstoß
keine fossilen Brennstoffe nötig

Nachteile
geringere Leistungsausbeute
für große Heizleistung weniger geeignet
benötigt bei tiefen Temperaturen Zuheizung

Konnten wir Ihr Interesse wecken oder wünschen Sie nähere Informationen
zu diesem Thema, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

 

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